Der Überblick

Das gerichtliche Sonderinsolvenzverfahren (Verbraucherinsolvenzverfahren) ist ein vereinfachtes Verfahren. Es findet nur Anwendung bei Verbrauchern. Hierzu zählen alle Erwerbstätigen, Arbeitslosen, Studenten, Rentner, Pensionäre, Sozialleistungsbezieher u.a. auch ehemalige Selbstständige fallen in den Anwendungsbereich des Verbraucherinsolvenzverfahrens, sofern ihre Vermögensverhältnisse überschaubar sind und keine Forderungen von früheren Arbeitnehmern bestehen.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist ein mehrstufiges Verfahren.

Die erste Stufe ist zwingend ein außergerichtliches Verfahren, in welchem der Schuldner versuchen muss, mit seinen Gläubigern eine Einigung über eine Schuldenbereinigung zu erreichen. Scheitert dies, schließt sich als zweite Stufe das gerichtliche Verfahren an, das sich wiederum in zwei Abschnitte gliedert.

Zwingende Voraussetzung für das gerichtliche Verfahren ist jedoch eine Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuches. Diese Bescheinigung kann nur eine staatlich zugelassene Schuldnerberatungsstelle oder ein Rechtsanwalt (z.B. ich) oder Steuerberater ausstellen.

Unter Punkt 3 dieses Informationsblattes finden Sie eine Erläuterung der einzelnen Verfahrensschritte.