Kosten des Insolvenzverfahrens

Das gerichtliche Verfahren ist kostenpflichtig. Es sind Gerichtsgebühren und die gerichtlichen Auslagen, wie z.B. Veröffentlichungskosten und die Vergütung des Treuhänders zu zahlen. Die Höhe der Kosten hängt von dem Wert des Vermögens des Schuldners und den tatsächlich entstehenden Auslagen ab.

Sind Sie nicht in der Lage, die Verfahrenskosten aufzubringen, kann das Gericht auf Antrag eine Stundung der Kosten bewilligen.

Eine Stundung kommt nicht in Betracht, wenn Sie wegen einer Konkurs- oder Insolvenzstraftat rechtskräftig verurteilt worden sind oder wenn Ihnen innerhalb der letzten zehn Jahre schon einmal Restschuldbefreiung erteilt oder versagt worden ist.

Sie müssen eine angemessene Erwerbstätigkeit ausüben oder sich im Falle von Arbeitslosigkeit um eine zumutbare Beschäftigung bemühen.

Andernfalls kann das Gericht die Stundung widerrufen. Dem Stundungsantrag muss Ihre Erklärung beigefügt werden, ob Sie wegen einer Insolvenzstraftat rechtskräftig verurteilt worden sind. Ferner müssen Sie erklären, ob Ihnen in den letzten zehn Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag die Restschuldbefreiung erteilt worden ist oder diese wegen Verletzung von Obliegenheiten oder des Begehens von Insolvenzstraftaten während eines laufenden Verfahrens versagt wurde.

Die Stundung bewirkt, dass das Gericht keine Kostenvorschüsse erhebt und die Verfahrenskosten bis zur abschließenden Entscheidung über die Restschuldbefreiung Ihnen gegenüber nicht geltend gemacht werden können. Die Verfahrenskosten werden von der Restschuldbefeiung nicht erfasst; sie müssen von Ihnen nach der Restschuldbefreiung noch getilgt werden.

Können Sie die Kosten nicht durch eine Einmalzahlung begleichen, kann Ihnen Ratenzahlung bewilligt werden. Die Höchstzahl der Monatsraten ist 48.

Bei Unterschreitung bestimmter Einkommensgrenzen kommt auch eine weitere Stundung ohne Ratenzahlungen in Betracht oder gar ein Erlass.